Viel zu schnell ging auch dieser Urlaub vorüber. Wir haben viel gesehen und gut gegessen und getrunken. Sind in Lagunen und Hot Pots gesessen und haben Papageitaucher und Robben in freier Wildbahn beobachtet. Ein unvergleichbares Erlebnis!
Mosfellsbær
Die ersten beiden Nächte verbrachten wir in einem AirBnB in Mosfellsbær. Zu unserer Überraschung hatte es nur kaltes Wasser und das Bad bestand aus einer Gartendusche hinter dem Häuschen. Da wir aber eh die meiste Zeit unterwegs sein sollten, waren die Umstände nicht allzu tragisch.
Reykjavik & Grindavík
Zum Frühstück am ersten Tag holten wir uns bei Brauð & Co in Reykjavik die weltbesten Cinnamon Buns! Unbedingt probieren bei Gelegenheit! Danach machten wir einen Abstecher nach Grindavík, was seit 2023 stark an den Begleiterscheinungen von Vulkanausbrüchen leidet. Lavaausflüsse, Erdbeben und Bodenrisse haben so ziemlich alle Bewohner aus der Hafenstadt vertrieben und Gebäude und Strassen zerstört.





Wahrscheinlich hat es seither jedoch mehr Touristen dort als je zuvor.
Wir wollten danach etwas in der Blue Lagoon ausspannen, konnten aber online keinen Platz mehr reservieren. Alles ausgebucht. Weder das reguläre Paket „Comfort“ noch „Premium“ waren verfügbar. Nach einer ewigen Suche nach anderen Lagunen in anfahrbarer Nähe entschlossen wir uns, einfach vor Ort zu fragen. Und es hat geklappt!

Höfnin Reykjavík
Etwas, was bei keinem Besuch auf Island fehlen darf, ist ein Abendessen im Höfnin in Reykjavik. Ein weiteres Mal hat uns Fish and Chips völlig vom Hocker gehauen. Auch sehr erstaunt hat uns die Bedienung, welche ursprünglich aus Island kommt, sich aber in perfektem Österreichisch mit uns unterhalten konnte. Sieben Jahre in Wien haben Spuren hinterlassen.



Raudhamelur
Unterwegs zum nächsten AirBnB schauten wir uns die Basaltformationen in Raudhamelur an. Aber noch interessanter fanden wir die Kirche etwas weiter dahinter. Ein verlassenes Haus nebendran und der angrenzende Friedhof gaben stimmungsvolle Motive her.








Þrístapar
Das nächste AirBnB befand sich in Þrístapar. Die Lage – sensationell. Die Aussicht – unglaublich. Tierische Begrüssung inklusive! Ein stilvoll errichtetes Cottage inmitten eines Bauernhofes. Wenn man Tiere mag, sind auch Häufchen vor der Türe und kleine Rettungsaktionen kein Problem 😀





Helgafell
Unterwegs wurde ich mit einem Halt bei einem gestrandeten Schiff überrascht. Ich kann euch sagen, es war gar nicht so einfach, trotz Ebbe, nah genug heran zu kommen.



Hvammstangi und Robben
Abendessen gab es im malerischen Dörfchen Hvammstangi, im Restaurant Sjávarborg. Auch hier war alles von A bis Z ein Highlight. Wir hatten sogar das Glück, das erste Mal Robben in der Bucht zu beobachten.



Halbinsel Vatnsnes
Am nächsten Tag, unterwegs zur nächsten Unterkunft, hielten wir beim Berg Húnafjörður auf der Halbinsel Vatnsnes an, um die Basaltinsel Hvitserkur zu fotografieren.






Armuli mit Hot Pot
Beim nächsten AirBnB sollten wir uns am wohlsten fühlen. Iris und ihre beiden Hunde nahmen sich die Zeit, um uns persönlich zu begrüssen und uns alles zu erklären. Sie führt nebenbei einen Hof mit Pferden und bietet Ausritte an. Falls ihr bei ihr buchen möchtet, könnt ihr das hier tun.
Die Unterkunft ist modern ausgestattet und stilvoll eingerichtet mit allem, was man braucht. Plus Hot Pot. Gleich Jackpot. Hier nahmen wir uns einen Tag Auszeit. Unser Favorit!





Hofsós
Einer unserer Ausflüge führte uns zur ältesten Kirche in Island. Die Grafarkirkja stammt aus dem 17. Jahrhundert und war einst für Besucher geöffnet. Mittlerweile kann man jedoch nicht mehr rein.






Halbinsel Snæfellsnes
Der nächste Halt sollte ein bekanntes Fotomotiv sein: die schwarze Kirche von Búðir auf der Halbinsel Snæfellsnes. Wir waren etwas überrascht, dass das Gebäude eine solche Bekanntheit ist, zumal die vorherigen Kirchen einiges interessanter und weniger exponiert waren.
Wir gingen vor bis zum Strand und schauten uns etwas um. Bis wir plötzlich ziemlich nahe vier Robben entdeckten, die sich in der Sonne wälzten. Die Tiere waren gut getarnt und so gingen einige Touristen an uns vorbei, ohne die Robben entdeckt zu haben.






Eine weitere, wohl grössere Bekanntheit der Halbinsel Snæfellsnes dürfte der Berg Kirkjufell sein. Unser AirBnB „View Cottages“ hier macht seiner Bezeichnung alle Ehre!



Fermentierter Hai und Papageitaucher
Es folgte ein kulinarischer Tiefflug und ein weiteres, kulinarisches Highlight. Im Restaurant Bjargarsteinn mathus, eine absolute Empfehlung meinerseits, trauten wir uns an fermentierten Hai und Papageitaucher. Denn: nachher kann man immer noch jammern.




Was soll ich sagen? Also fermentierter Hai mag eine Spezialität sein, die man mit dazu gereichtem Brennivín „lindern“ kann. Aber nein. Einmal im Leben probiert, nie wieder. Eine fischige Note mit starkem Ammoniakgeschmack und Kalamares-Konsistenz ist nicht so meins. Und da ich kein Fan von Ente bin, hat mir der Papageitaucher dank des ähnlichen Geschmacks auch nicht so gemundet. Wie gesagt, probieren kann man ja. Dafür war der Hauptgang absolute Spitze!
Puffins und Co.
Und um die ganzen Reiseerfahrungen noch auf die Spitze zu treiben, standen am Freitag eine Puffin-Tour und ein Abendessen im Restaurant Dill auf dem Plan. Ab Stykkishólmur ging die Tour auf einem Boot los und der Guide und Fahrer erzählte uns, dass die vor uns liegende Insel seiner Grossmutter gehöre und Pufflings ihre Angreifer ankotzen!? Plötzlich flattert es links, rechts und geradeaus nur noch so vor lauter Papageitaucher!














Wir fotografierten uns die Hände fast wund. Ein junges Paar Weisskopfseeadler, andere Vögel und noch mehr Robben liessen sich auch kurz sehen. Was für ein Erlebnis!
Dill
Nach einer etwas längeren Fahrt und Ankunft im AirBnB in Reykjavík direkt am Meer mit Powernap ging es am Abend ins Restaurant Dill. Wir waren bei unseren letzten Ferien in Island bereits dort und es war klar, dass wir es dieses Mal nicht auslassen würden. Es ist immer wieder ein Erlebnis und das Essen ist absolute Spitze!
Das Restaurant, welches 2009 gegründet wurde, hat einen grünen MICHELIN Stern, welcher für Nachhaltigkeit in der Gastronomie vergeben wird. Die Zutaten sind hauptsächlich lokal und von höchster Bio-Qualität und es wird alles verwertet. Die Zubereitungen sind einmalig und alle aufeinander abgestimmt.
















Letzter Tag
Den letzten Tag verbrachten wir spontan an zwei Orten, die wir auch letztes Mal besucht hatten. Nach dem Checkout aus dem AirBnB fuhren wir nach Reykholt, um in der Vinstofa Fridheima Mittag zu essen. Danach liessen wir ein letztes Mal in der Secret Lagoon die Seele baumeln, bevor wir uns auf den Weg zum Flughafen machten. Notiz am Rande: Auch wenn es bewölkt ist, kann man sich einen Sonnenbrand einfangen…






Hot Dogs
Zurück in Reykjavik suchten wir noch nach einer Möglichkeit, was zu Abend zu essen, da wir erst sehr spät am Flughafen sein mussten. Da wir schon länger „typisch isländische Hotdogs“ auf dem Plan hatten, gingen wir zu Bæjarins Beztu Pylsur. Mitten in der Stadt standen die Leute Schlange, um bei dem seit 1937 bestehenden Hot Dog Stand zu bestellen. Speziell ist, dass der Hot Dog hier aus Lammfleisch gemacht wird und der Stand jeden Tag geöffnet hat. Aber ganz ehrlich, so speziell fanden wir ihn nicht. Auch hier: probieren geht über studieren.


Noch mehr Eindrücke
Wir haben unzählige Fotos gemacht und so viele, schöne Sachen gesehen und erlebt, dass die alle gar nicht hier Platz hätten. Es waren unvergessliche Ferien und Island ist halt einfach ein wunderschönes Land, das man mindestens mal besucht haben muss.. Danke für alles sanktis :-*















P.s.: Ich habe ein neues Lieblingswort: Súkkulaðikaka (Schokoladenkuchen) 😀